Früher gab es „Die Verwandlung“ von Kafka. Diese Zeiten sind nun vorbei, denn wer will denn schon ein Käfer sein? Nun gibt es Emojis, oder wie der naive Millenial sie nannte: „Smileys“. In Zeiten der Digitalisierung, in Zeiten wo Emotionen durch Emojis kommuniziert werden, in Zeiten wo Face-to-Face Kommunikation zur Rarität geworden ist. In solchen Zeiten sind altbewährte Klassiker überflüssig. Damals hat sich Gregor Samsa in ein Ungeziefer verwandelt, heute verwandeln wir uns in Emojis. Diese bahnbrechende Erfindung benennen wir Social-Media-Experten dann tiefgründig und kreativ wie wir sind als „Memoji“. Memoji sind das neue Selbstbild. Für diejenigen, die die Verwandlung nachvollziehen wollen, eine perfekte Gelegenheit zur Selbstverwirklichung. Und als Digital-Agentur haben wir DEN Trend von 2019 natürlich verfolgt.

Die Verwandlung zum Memoji. 

Das lange Warten vor dem Apple-Store bei der Neuerscheinung des iPhones, hat sich endlich bezahlt gemacht. Mit dem neuen iPhone Software Update haben sich auch neue Funktionen ergeben. Darunter auch die „Memoji“-Funktion. Eine Möglichkeit sich selbst mithilfe von verschiedenen Gestaltungstools darzustellen. Man personalisiert den Memoji durch Hautfarbe, Haarschnitt und -farbe, Augenform, -farbe und Augenbrauen, Kopfform, Alter, Nasenform, Lippenform, Bart und weiteren Accessoires. Man kann sich dabei an das vorgegebene Muster halten, das manche digitale Laien auch als Spiegelbild bezeichnen, oder man lässt seiner Kreativität freien Lauf. Den Gestaltungsmöglichkeiten sind nicht viele Grenzen gesetzt. Wer schon immer mal Gott spielen und die Schöpfung neu erfinden wollte, hat jetzt das perfekte Tool dafür.

Memoji sind das neue Selbstbild

 

Memojis sollen wie wir sein.

Ob Zahnspange oder nicht. Jetzt habe ich eine. Macht meine Zähne im wahren Leben aber auch nicht gerade. Egal. Diese ganzen Gestaltungsmöglichkeiten sind doch genau für solche Spielereien da. Zumindest bei mir ist es schon eine ganze Weile her, seit jemand mit Monokel meinen Weg gekreuzt hat. Die Botox-Spritze kann in diesem Monat ausbleiben. Mein Memoji kriegt die vollsten Lippen und das ganz ohne Ausgaben. Ich hatte sowieso nicht vor, noch in diesem Monat aus dem Haus zu gehen. Wozu? Das übernimmt alles mein Smartphone. Siri, bestell mir einen Cheese-Burger. Siri, bring den Müll raus.

 

Wie wird der zweidimensionale Doppelgänger nun verwendet?

Wenn man mit seinem virtuellen Double dann zufrieden ist, kann man es raus in die Welt schicken. Die Verwandlung ist nun vollzogen. Der Memoji ist erstellt. Der virtuelle Zwilling kann nun in verschiedenen Formen zum Einsatz kommen. Die wohl am meisten genutzte, ist der Sticker. Als Sticker sehen die Memojis wie die anderen Emojis aus und werden auch gleich verwendet. Sie können aber nicht nur in den iPhone internen Messenger-Diensten (iMessage) gesendet werden, sondern auch über WhatApp, Instagram, Facebook und Co.. Bei iMessage gibt es die zusätzliche Funktion die Memojis als Animojis zu verschicken. Das sind Emojis, die sich genauso bewegen, wie der Nutzer des iPhones. Natürlich gibt es auch noch andere Verwendungszwecke für unsere virtuellen Spiegelbilder. Es ist doch nur noch eine Frage der Zeit, bis das erste Tinder-Profil, das mit Bildern von Memojis ausgeschmückt ist, nach rechts geswiped wird. Und dann? Dann kommen die gleichen Sprüche wie vorher auch: „auf den Bildern hast du aber anders ausgesehen“.

Wer kann Memojis nutzen?

Wie bereits erwähnt, kann man den personalisierten Memoji auf iPhones erstellen und bearbeiten. Doch auch die Nutzer anderer Betriebssysteme, die den Trend natürlich auch für sich nutzen möchten, sind kreativ geworden. Mit einigen Tricks können Memojis mittlerweile auch auf Android exportiert werden.

Memojis als neue Kommunikationsmethode

Nun haben wir eine tolle und moderne Alternative zur Emoji-Kommunikation im Büro und müssen nicht mehr auf die alten, zwar sehr ausgefeilten, aber wirklich nicht mehr zeitgemäßen Methoden zurückgreifen.

#dontpanicgrow