Kreativ im Homeoffice – so klappt der Workflow auch daheim

22.Feb, 2022 | Allgemein

Vor der Pandemie für viele ein Wunschtraum oder seltener Sonderfall, mittlerweile gang und gäbe in den meisten Unternehmen: Die Arbeit von Zuhause. Wir zeigen in diesem Artikel, wie man zwischen laufender Waschmaschine, verlockender Wohnzimmercouch und ablenkendem Alltag dennoch kreativ im Homeoffice sein kann.

Volle Flexibilität, erhöhte Konzentration und Zeitersparnis durch die fehlende Wegstrecke – für viele bedeutet die Möglichkeit, von Zuhause aus zu arbeiten, ein deutliches Upgrade der Lebensqualität. An den bekannten und beliebten Vorteilen hat diese Arbeitsform auch nichts eingebüßt.

Doch in den letzten zwei Jahren wurde wohl so manchen erst bewusst, welche Herausforderungen das Schaffen in den eigenen vier Wänden bereithält: Angefangen bei Nacken- und Rückenschmerzen durch einen weniger ergonomischen Arbeitsplatz, über fehlende Motivation durch anwesende Kollegen, bis hin zu den zahlreichen Ablenkungen des Haushalts.

Zwischen Haushalt und Büroalltag dennoch kreativ im Homeoffice

Bedeuten all diese Komplikationen, dass Mitarbeiter sich ihren Büroalltag zurückwünschen? Nein, meint eine Studie zu Remote Work im Jahr 2021. Aller Schwierigkeiten zum Trotz möchten 97% der Befragten den Rest ihres Arbeitslebens zumindest teilweise im Homeoffice verbringen und empfehlen diese Arbeitsform auch anderen.

Umso wichtiger also Wege zu finden, um den Workflow auch daheim kreativ und produktiv zu gestalten. Zum Glück gibt es viele Ideen, wie man aus der gelegentliche Schreibblockade oder dem Kreativitätsloch herauskommt.

Produktive Arbeitsplatzgestaltung

Das Äußere wirkt sich auf das Innere aus. Ein Arbeitsplatz, der Raum für Kreativität und ruhiges Schaffen lässt, ist also die erste Pflicht jeder Homeoffice-Gestaltung.

Wobei das gar nicht so einfach ist, denn in einem Büro werden die Arbeitsplätze häufig unter ausgefeilten ergonomischen Richtlinien gestaltet und entsprechend viel Budget dafür investiert. Wie lässt sich das Homeoffice aber auch mit wenig Geld einrichten?

  • Dschungel-Office: Grünpflanzen machen die Luft zum Atmen besser. Und tun außerdem Augen und Geist gut, denn sie reduzieren nachweislich Stress- und Angstmomente und sorgen für ruhige Arbeitsatmosphäre.
  • Schreibtisch on point: Tidy house, tidy mind. Auch wenn die Arbeit am Küchentisch stattfindet, sollte dieser frei von anderen Dingen sein und alles, was für den Workflow benötigt wird, in Reichweite platziert werden.
  • Ablenkungen verbannen: Eine Tür, die sich schließen lässt, wäre optimal. Ist das nicht möglich, tun es auch Kopfhörer, die über eine Noise-cancelling Funktion verfügen.
  • Kreatives Farbspiel: Über die psychologische Wirkung von Farben wusste schon Goethe Bescheid. Ein anregendes rotes Tischtuch oder beruhigender grüner Desktop-Hintergrund wirken wie Kleinigkeiten, können aber einen großen Unterschied für die Produktivität machen.
  • Flexibilität nutzen: Wie wäre es mal mit einem Wechsel auf den Balkon? Oder einer kleinen Steheinheit im Flur? Mit stundenlangem Sitzen tut man weder Körper noch Geist einen Gefallen. Und ein kleiner Ortswechsel regt die Kreativität zu neuen Höhenflügen an.

So lässt sich auch unter erschwerten äußeren Bedingungen die Leistungsfähigkeit ordentlich ankurbeln.

kreativ im Homeoffice durch Pflanzen, Licht und ergonomischem Arbeitsplatz

Zeitmanagement im Homeoffice

Eine gute Balance zwischen Arbeits- und Privatleben zu finden ist leichter gesagt als getan, wenn während dem Zoom-Meeting die Waschmaschine piepst, bei der Schreibblockade die Fernsehcouch im Blickfeld ist und abends im Bett noch wichtige E-Mails eintrudeln. Ganze 27% der Befragten nannten in der eingangs erwähnten Studie das Gefühl, nach der Arbeit nicht abschalten zu können, als größte Schwierigkeit der Arbeit von Zuhause.

Dem entgegenwirken kann ein strukturierter Tagesablauf und ein effizientes Zeitmanagement. Dazu zählt vor allem, feste Arbeitszeiten zu definieren und diese auch konsequent einzuhalten. Auch wenn der Drang groß sein mag, abends nochmals die Mails zu checken.

Zusätzlich ist es hilfreich, alle täglichen To-Dos im Kalender einzutragen. Wer mit den Kollegen ein gemeinsames Onlinetool hat, vermerkt Telefonate oder Deep Work-Phasen am besten auch hier, damit die anderen wissen wann sie nicht stören sollten.

Junge Frau im Homeoffice auf der Suche nach mehr Kreativität

Vor allem auf regelmäßige Pausen darf nicht vergessen werden. Auch wenn man sie nicht mit Kollegen in der Kaffeeküche verbringen kann, sorgen ein paar Minuten zum Lüften, ein kleiner Ideenspaziergang um den Häuserblock oder eine kurze Meditationseinheit dafür, dass der Kopf nicht überhitzt und Luft für kreative Einfälle bleibt. Ganz wichtig dabei: Die Pausen sollten nach Möglichkeit wirklich der Erholung dienen und nicht mit unangenehmen Pflichten, wie Geschirr abwaschen oder Einkaufen gefüllt werden. Es sei denn natürlich, man empfindet dies individuell als angenehm und kreativitätsfördernd.

Kreativitätstechniken für den Ideenfluss

Apropos kreativitätsfördernd: Die innere Inspirationsquelle kann sich ja mitunter recht bockig geben. Um den Prozess besser zu verstehen, sollte man die 5 Phasen der Kreativität kennen.

  1. Vorbereitung: Zuerst gilt es, sich in eine gute Ausgangslage zu bringen und das nötige Know-how und/oder Material für den kreativen Prozess zu sammeln.
  2. Inkubation: Damit man das Wissen aus Phase 1 optimal anwenden kann, wird es in diesem Schritt sortiert und in Ruhe verarbeitet.
  3. Illumination: Das, was wir als „Geistesblitz“ erleben und im kreativen Prozess daher gerne überschätzen. Für den Aha-Moment sind die Kreativitätsphasen davor und danach ebenso notwendig.
  4. Realisierung: Jetzt wird es anstrengend, denn nun muss an der Idee gefeilt und gearbeitet werden, damit sie Realität werden kann.
  5. Verifikation: Zum Schluss kommt die Reflektion in der überprüft wird, wie das Endergebnis aussieht, wie es ankommt und die Problemstellung löst.

Weiß man erst einmal, dass gute Ideen für gewöhnlich nicht einfach so aus dem Nichts am Papier landen, kann man sich auch im Homeoffice leichter individuelle Arbeitsrituale zurechtlegen, um der Kreativität den Weg zu ebnen. Sei es ein Moodboard auf Pinterest, eine Mindmap mit Schlagwörtern oder ein Video-Brainstorming mit Kollegen. Hier gibt es kein richtig oder falsch, denn Kreativität ist auch Typsache und die Taktik muss nur für Sie selbst funktionieren.

Zahlreiche berühmte Kreativköpfe sind übrigens nicht nur für ihre Meisterwerke bekannt, sondern auch für ihre – teils eigenwilligen – Routinen. So turnte Franz Kafka der Legende nach jeden morgen vor offenem Fenster – und zwar nackt. Friedrich Schiller indes erweckte seine Kreativität durch den Geruch fauler Äpfel, die er eigens dazu in seiner Schublade lagerte. Und auch in ihrer Zeiteinteilung unterschieden sich die genialen Geister teils erheblich, wie diese Grafik veranschaulicht.

ein aufgeräumter und strukturierter Arbeitsplatz um kreativ im Homeoffice zu sein

Fazit: Kreativ im Homeoffice durch Taktik und Struktur

Kreativität hat also nicht nur individuell, sondern hat auch sehr viel mit Struktur und Taktik zu tun – und deutlich weniger mit unberechenbarer Inspiration, als man vielleicht annehmen würde. Wer Ablenkungen reduziert, negativen Stress verbannt und sich und seinem Körper genügend Pausen gönnt, der schafft ein Umfeld, das die Muse und ihre Küsse magnetisch anzieht.
Sie möchten lieber gemeinsam brainstormen, als alleine Ideen zu suchen? Oder möchten den kreativen Prozess Ihres Unternehmens gleich ganz in professionelle Hände legen? Reden wir darüber! Wir freuen uns auf Ihre Kontaktaufnahme.

0 Kommentare

Einen Kommentar abschicken

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.